Babys und Kleinkinder reagieren empfindlicher auf Hitze als Erwachsene. Ihr Körper kann die Temperatur noch nicht so gut regulieren, sie schwitzen weniger und verlieren schneller Flüssigkeit. Gleichzeitig können sie nicht zuverlässig sagen, dass ihnen zu warm ist oder dass sie Durst haben. Das Bundesgesundheitsministerium zählt Säuglinge und Kleinkinder ausdrücklich zu den besonders betroffenen Gruppen bei Hitze.
Hitzeschutz ist deshalb kein Nebenthema, sondern ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge im Sommer. Zu viel Sonne oder Hitze kann zu Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzeerschöpfung oder im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf hin, dass das Risiko umso größer ist, je jünger ein Kind ist.
Sonne meiden, Schatten suchen
Die wichtigste Regel lautet: Babys gehören nicht in die direkte Sonne. Im ersten Lebensjahr sollte ein Kind gar keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Auch Kleinkinder sollten die Mittagssonne meiden, besonders zwischen späten Vormittagsstunden und Nachmittag. Schatten, kühle Räume, Parks mit Bäumen oder gut belüftete Innenbereiche sind die bessere Wahl.
Aktivitäten im Freien sollten auf den frühen Morgen oder den Abend gelegt werden. Toben, Laufradfahren oder lange Wege in der prallen Sonne belasten kleine Kinder stark. Bei Hitze sollten Spiel und Bewegung ruhiger ausfallen, Pausen selbstverständlich sein und Wege möglichst kurz gehalten werden.
Quelle: Catalina Herrera via Pexels | Pexels Photo LicenseRichtig trinken und leicht essen
Ausreichend Flüssigkeit ist zentral. Stillkinder sollten bei Hitze häufiger angelegt werden. Nicht gestillte Babys brauchen je nach Alter und Ernährung besondere Aufmerksamkeit; bei Unsicherheit hilft der Kinderarzt. Kleinkinder sollten regelmäßig trinken, auch wenn sie nicht von selbst danach fragen. Geeignet sind Wasser oder ungesüßter Tee.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nennt für Kinder von zwei bis sechs Jahren bei normalen Temperaturen etwa drei Viertel bis einen Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei Temperaturen über 30 Grad kann deutlich mehr nötig sein. Auch wasserreiches Obst, Gemüse, Suppen oder Joghurt können helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen.
Kleidung, Kinderwagen und Schlaf
Leichte, luftige Kleidung schützt besser als nackte Haut. Ideal sind helle Stoffe, ein Sonnenhut mit Nackenschutz und Kleidung, die Schultern und Rücken bedeckt. Sonnencreme ersetzt keinen Schatten, ist aber für unbedeckte Hautstellen wichtig. In Kitas wird empfohlen, Sonnenschutz klar mit den Eltern abzusprechen, etwa durch morgendliches Eincremen, Kopfbedeckung, geeignete Kleidung und Sonnenbrille.
Besondere Vorsicht gilt beim Kinderwagen: Er darf nicht mit Tüchern oder Decken abgedeckt werden, weil sich darunter Hitze stauen kann. Besser sind ein Sonnenschirm, ein Verdeck mit Luftzirkulation und regelmäßige Temperaturkontrolle im Nacken des Kindes. Schlafräume sollten tagsüber abgedunkelt und morgens oder abends gelüftet werden.
Titel: Frau trägt Baby in Tragetuch unter geblümtem Sonnenschirm und genießt einen sonnigen Tag im Freien.Quelle: Bijen Amatya via Pexels | Pexels Photo License
Warnzeichen ernst nehmen
Warnzeichen sind ungewöhnliche Müdigkeit, heiße Haut, Unruhe, starkes Weinen, Trinkschwäche, Erbrechen, Fieber, Benommenheit oder ein roter Kopf. Dann gilt: sofort raus aus der Sonne, kühlen, trinken anbieten und beobachten. Bei starken Beschwerden, Bewusstseinsveränderung oder Verdacht auf Hitzschlag muss sofort ärztliche Hilfe geholt werden.
Hitzeschutz bedeutet im Alltag vor allem Planung: kühle Tageszeiten nutzen, Schatten suchen, genug trinken, leichte Kleidung wählen und Warnzeichen ernst nehmen. So wird der Sommer für Babys und Kleinkinder sicherer und entspannter.
Sichere Wege für Kinder präsentieren wir hier.
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- Titel: Frau trägt Baby in Tragetuch unter geblümtem Sonnenschirm und genießt einen sonnigen Tag im Freien.
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