An heißen Tagen verliert der Körper durch Schwitzen deutlich mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. Wer zu wenig trinkt, wird schneller müde, bekommt Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder Kreislaufbeschwerden. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen und alle, die draußen arbeiten oder Sport treiben. Gesunde Trinkroutinen helfen, den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten, bevor Durst, Erschöpfung oder Schwindel entstehen.
Nicht erst trinken, wenn der Durst kommt
Durst ist ein Warnsignal, aber keine ideale Trink-Erinnerung. Besser ist es, über den Tag verteilt regelmäßig kleine Mengen zu trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt als Faustregel bei Hitze tagsüber alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser mit etwa 0,2 Litern, auch wenn man noch keinen Durst verspürt. Zusätzlich können wasserreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Suppen oder Milchprodukte zur Flüssigkeitsversorgung beitragen.
Für Erwachsene gelten an normalen Tagen rund 1,5 Liter Flüssigkeit als Richtwert. Bei Hitze, körperlicher Aktivität oder starkem Schwitzen steigt der Bedarf. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nennt bei Hitze zwei bis drei Liter pro Tag als Orientierung, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen sollte die Trinkmenge ärztlich abgeklärt werden.
Quelle: Kampus Production via Pexels | Pexels Photo LicenseDie richtigen Getränke wählen
Am besten eignen sich Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie stark verdünnte Saftschorlen. Die DGE nennt Wasser und ungesüßten Tee als beste Durstlöscher. Zuckerreiche Getränke, Eistee, Limonade und Energydrinks sind dagegen ungünstig, weil sie viele Kalorien liefern und den Durst oft nicht nachhaltig löschen.
Auch Alkohol ist bei Hitze keine gute Wahl, weil er den Kreislauf zusätzlich belastet. Sehr kalte Getränke sind ebenfalls nicht ideal: Sie erfrischen kurz, können aber Magen und Kreislauf belasten. Besser sind kühle oder lauwarme Getränke, die regelmäßig getrunken werden.
Trinkroutinen für Familien
Kinder vergessen beim Spielen oft zu trinken. Deshalb brauchen sie feste Trinkmomente: nach dem Aufstehen, zu jeder Mahlzeit, vor dem Rausgehen, nach dem Toben und vor dem Schlafengehen. Für Kleinkinder zwischen einem und vier Jahren nennt das Bundeszentrum für Ernährung etwa sechs kleine Becher, also rund 800 Milliliter pro Tag; bei Hitze oder Bewegung steigt der Bedarf.
Hilfreich sind sichtbare Trinkflaschen, bunte Becher, kleine Rituale und gemeinsames Trinken. Kindergesundheit-info empfiehlt, Kindern bei Hitze häufig gekühlte, aber nicht eiskalte Getränke anzubieten und sie spielerisch zum Trinken zu motivieren.
Quelle: Aziza Kallel via Pexels | Pexels Photo LicenseWarnzeichen ernst nehmen
Dunkler Urin, trockener Mund, Kopfschmerzen, Schwindel, starke Müdigkeit oder Verwirrtheit können Hinweise auf Flüssigkeitsmangel sein. Bei Babys und Kleinkindern kommen Trinkschwäche, ungewöhnliche Schläfrigkeit, trockene Windeln oder starke Unruhe hinzu. Dann gilt: sofort Flüssigkeit anbieten, Hitze meiden, kühlen und bei starken Beschwerden medizinische Hilfe holen.
Gesunde Trinkroutinen sind einfach, aber wirkungsvoll: Getränke sichtbar bereitstellen, feste Trinkzeiten einplanen, Wasser bevorzugen und Kinder aktiv erinnern. So bleibt der Körper auch an heißen Tagen belastbarer.
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