Neuropelveologie: Neue Chancen durch Beckennerven-Behandlung - Familysurf - Freizeit, Natur, Gesundheit & Lifestyle

Unterschiedliche Erkrankungen wie beispielsweise Endometriose, Inkontinenz oder Querschnittslähmung erfahren durch eine medizinische Neuheit Ausblick auf eine effektive Behandlung. Es geht dabei um die sogenannte Neuropelveologie, welche eine noch junge Fachdisziplin aus dem Bereich der Mikrochirurgie ist. Dabei stehen die Beckennerven im Fokus. Im Gespräch mit Professor Dr. med. Marc Possover haben wir mehr über die vielversprechende Disziplin der Neuropelveologie erfahren.

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Relevanz des Beckens

In der Beckenregion verlaufen eine Menge wichtiger Nervenbahnen, die z.B. Darm- und Harnblasenfunktionen steuern und für die Beweglichkeit der Beine verantwortlich sind. Zudem ist eine trainierte Beckenbodenmuskulatur für das Sexualleben förderlich. Somit werden den Nerven in dieser Körperregion einige relevante Aufgaben zugesprochen. Wenn es zu Verletzungen oder Erkrankungen kommt, kann dies zahlreiche Symptome und Fehlfunktionen hervorrufen. Professor Dr. med. Marc Possover setzt dabei auf Neuropelveologie, welcher er eine genaue Diagnose sowie zielgerichtete Behandlung unterschiedlicher Krankheitsbilder in der Beckenregion zuspricht.

Titel: Professor Dr. med. Marc Possover
Quelle: via Possover | Pressemitteilung

Neuropelveologie: Behandlung der Beckennerven eröffnet neue Horizonte in der Medizin

Wer selbst an Schmerzen im Becken oder Unterleib leidet, für den ist Neuropelveologie ein relevanter Ansatz. Durch eine Bauchspiegelung, die sogenannte Laparoskopie, können organische Ursachen wie Endometriose, Verwachsungen oder Entzündungen der Beckenorgane präzise  erkannt und behandelt werden. Dabei kann minimal-invasiv und schonend vorgegangen werden. Wenn z.B. durch eine Operation Beckennerven verletzt worden sind, kann man durch die Laparoskopie störendes Narbengewebe oder Nähte entfernen. Damit wird der Nerv wieder freigelegt. Wenn es z.B. durch ein Trauma zu irreversiblen Verletzungen der Beckennerven gekommen ist, dann wird die Neuromodulation interessant. Diese Behandlungsform beinhaltet das Ansetzen von Elektroden mittels einer Laparoskopie durch den direkten Kontakt zum betroffenen Nerv. Die Elektroden leiten Strom an den Nerv, wodurch man den Schmerz reduzieren kann.

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