„Angemessene“ Bildschirmzeit ist am besten als Richtwert für Freizeit-Medien zu verstehen (Schule/Hausaufgaben kommen oft extra dazu). Wichtiger als eine perfekte Zahl ist: genug Schlaf, Bewegung, soziale Zeit – und altersgerechte Inhalte.
0-18 Monate
Möglichst keine Bildschirmmedien – Ausnahme: Videochat mit vertrauten Personen. In diesem Alter lernen Kinder am meisten über echte Interaktion (Blickkontakt, Sprache, Spiel).
18-24 Monate
Wenn überhaupt, dann sehr wenig, hochwertig und gemeinsam (Co-Viewing), damit ein Erwachsener erklärt und einordnet.
2 Jahre
Die WHO empfiehlt für 2-Jährige maximal 1 Stunde sitzende Bildschirmzeit pro Tag – weniger ist besser.
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Häufig genutzter Richtwert: bis zu 1 Stunde/Tag (hochwertig, am besten gemeinsam). Einige deutsche Orientierungen sind strenger und liegen eher bei ~30 Minuten/Tag für Bildschirmmedien.
6-9 Jahre
Als deutsche Orientierung werden in der Freizeit oft 30–45 Minuten/Tag genannt. International sieht man für „älter als 5“ auch häufig unter 2 Stunden/Tag (Freizeit) als Obergrenze – in der Praxis funktioniert oft: weniger an Schultagen, etwas mehr am Wochenende.
10-12 Jahre
Ziel: klare, verlässliche Regeln (z.B. 60–90 Minuten Freizeit-Screenzeit/Tag), plus feste Offline-Pflichten (Hausaufgaben, Bewegung, Freunde, Hobbys). Wenn die Basics leiden, ist die Zahl zu hoch.
Quelle: Kampus Production via Pexels | Pexels Photo License13-18 Jahre
Viele Empfehlungen landen bei 1–2 Stunden/Tag Freizeit als grober Rahmen, aber entscheidend ist Selbststeuerung: keine Geräte im Schlafzimmer, Bildschirm-Pause vor dem Schlafen (mind. 1 Stunde) und medienfreie Zeiten (z.B. Essen).
Praktische Faustregeln
- Qualität vor Quantität: lieber ein gutes Spiel/Video bewusst als endloses Scrollen.
- Co-Viewing/Co-Play bei jüngeren Kindern.
- Warnsignale: Schlafprobleme, Streit/Entzugsreaktionen, weniger Bewegung/Interesse an anderen Dingen, Konzentrationsprobleme – dann reduzieren und Struktur erhöhen.
Infos zur Gefahr der ansteigenden Mediensucht unter Heranwachsenden gibt’s hier.
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