Wie viel Bewegung Kinder brauchen, lässt sich gut nach Altersgruppen einteilen. Wichtig: Die Zahlen sind Mindest-Empfehlungen – „mehr ist besser“, solange Schlaf, Essen und Erholung stimmen.
0–1 Jahr (Säuglinge)
Babys sollten sich mehrmals täglich aktiv bewegen können – vor allem durch freies Strampeln, Greifen, Drehen, Krabbeln (je nach Entwicklungsstand). Wenn sie noch nicht mobil sind, wird mindestens 30 Minuten Bauchlage („tummy time“) pro Tag, über den Tag verteilt und nur unter Aufsicht, empfohlen. Außerdem: nicht länger als 1 Stunde am Stück fixiert (z. B. Babyschale/Kinderwagen).
1–2 Jahre (Kleinkinder)
Für 1–2-Jährige gilt: mindestens 180 Minuten (3 Stunden) Bewegung pro Tag in unterschiedlichen Formen und Intensitäten – über den Tag verteilt. Das umfasst viel „Alltagsbewegung“: laufen, klettern, schieben, tanzen, draußen spielen.
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3–4 Jahre (Vorschule)
Auch hier: mindestens 180 Minuten pro Tag, aber zusätzlich sollten davon mindestens 60 Minuten „energische“ Bewegung sein (moderate bis hohe Intensität) – z. B. Fangspiele, Laufrad/Fahrrad, Toben, Ballspiele.
5–17 Jahre (Schulkinder & Jugendliche)
Die WHO empfiehlt mindestens 60 Minuten pro Tag moderate bis intensive Bewegung (meist Ausdauer), im Durchschnitt über die Woche. Zusätzlich sollten kräftigende und knochenstärkende Aktivitäten (z. B. Springen, Klettern, Turnen, Sprinten, Mannschaftssport, Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht) mindestens an 3 Tagen pro Woche vorkommen.
In Deutschland findest du daneben oft die Orientierung, dass Kinder im Schulalter insgesamt eher mehr „Gesamtbewegungszeit“ anpeilen sollen (z. B. 90 Minuten/Tag inklusive Alltagsaktivität). Das widerspricht der WHO nicht: Die WHO-Zahl bezieht sich auf moderate bis intensive Aktivität als Mindestziel, während nationale Empfehlungen teils bewusst „mehr“ anregen.
Quelle: Thirdman via Pexels | Pexels Photo LicensePraktische Faustregeln für den Alltag
- Bewegung über den Tag streuen: 6×10 Minuten zählen genauso wie 1×60 Minuten.
- Sitzzeiten unterbrechen: lange Phasen am Stück (Hausaufgaben, Gaming, Serien) regelmäßig mit kurzen „Aktiv-Pausen“ auflockern.
- Familien-Tricks: Schulweg zu Fuß/Rad, „draußen nach dem Essen“, Spielplatz statt Shoppingcenter, Wochenend-Ausflug mit Bewegung (Wandern, Schwimmen, Schlittschuh, Park).
Inddor-Spiele zur Integration von Bewegung im Alltag gibt’s hier.
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