Für gesundes Wachstum brauchen Kinder vor allem ausreichend Energie und eine breite Palette an Makro- und Mikronährstoffen. Weil Kinder wachsen, ist ihr Energie- und Nährstoffbedarf (bezogen aufs Körpergewicht) oft höher als bei Erwachsenen.

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Energie und „Baustoffe“

  • Eiweiß (Protein): nötig für Aufbau/Erneuerung von Gewebe (Muskeln, Organe, Enzyme, Immunsystem). Gute Quellen: Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch – oder pflanzlich: Hülsenfrüchte, Soja/Tofu, Nüsse/Samen, Vollkorn. (Mengen sind altersabhängig; dafür gibt es D-A-CH-Referenzwerte.)
  • Fette (inkl. Omega-3): liefern Energie und sind wichtig für Gehirn/Nerven und Zellmembranen. Sinnvoll sind pflanzliche Öle (z. B. Raps), Nüsse/Samen und je nach Ernährungsform auch Fisch.
  • Kohlenhydrate & Ballaststoffe: Hauptenergie für Alltag/Schule/Sport; Ballaststoffe unterstützen Darm und Sättigung. Gute Basis: Vollkorn, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte.

Knochen, Zähne, Wachstumsschub

  • Calcium: elementarer Baustein von Knochen und Zähnen; außerdem wichtig für Muskulatur und Nervensystem. Quellen: Milchprodukte, calciumreiches Mineralwasser, grünes Gemüse, ggf. calciumangereicherte Produkte.
  • Vitamin D: unterstützt u. a. die Calciumverwertung; die DGE nennt Referenzwerte (bei fehlender Eigenproduktion) und betont die Bedeutung der körpereigenen Bildung. Für Babys wird häufig Vitamin-D-Supplementation im 1. Lebensjahr empfohlen, weil Nahrung/Muttermilch meist nicht reichen.
Titel: Asiatisches Mädchen Mit Milch Auf Den Lippen
Quelle: Alex Green via Pexels | Pexels Photo License

Blut, Gehirn, Lernen

  • Eisen: zentral für Hämoglobin/Blutbildung und Sauerstofftransport; ein Thema besonders in Wachstumsphasen. Quellen: Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse/Samen; Vitamin-C-reiche Beilagen verbessern die Aufnahme aus Pflanzen.
  • Jod: wichtig für Schilddrüsenhormone – bei Mangel kann die körperliche und neuronale Entwicklung beeinträchtigt sein. In Deutschland ist jodiertes Speisesalz (und je nach Familie Fisch/Milchprodukte) oft ein Schlüssel.
  • Zink: beteiligt an Wachstum, Immunfunktion und Wundheilung (gute Quellen: Fleisch, Käse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse/Samen)

Vitamine für Entwicklung & Abwehr

  • Folat und B-Vitamine (z. B. B2, B12): wichtig für Zellteilung, Blutbildung und Nervensystem. B12 steckt vor allem in tierischen Lebensmitteln bzw. angereicherten Produkten.
  • Vitamin A, C, E: u. a. für Immunsystem, Haut/Schleimhäute und antioxidativen Schutz – am besten über Gemüse/Obst, Nüsse/Samen, hochwertige Öle.
Titel: Verschiedene Geschnittene Früchte
Quelle: Jane T D. via Pexels | Pexels Photo License

Wasser

Kinder brauchen regelmäßig Flüssigkeit, am besten Wasser/ungesüßte Getränke, weil sie empfindlicher auf Flüssigkeitsmangel reagieren.

Supplements nur im Ausnahmefall

Wichtig zu Supplements: Für gesunde Kinder gilt meist „Essen zuerst“ – pauschale Nahrungsergänzung ist oft nicht nötig und kann bei falscher Dosierung auch Nachteile haben. Ausnahmefälle (z. B. Vitamin D im Säuglingsalter oder medizinisch bestätigte Mängel) gehören in die Hand von Kinderärztin/Kinderarzt.

Wie man eine ausgewogene Ernährung bei Kindern fördert, erfahrt ihr hier.

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