Das alte Jahr gleitet mit Riesenschritten dahin, das neue steht unmittelbar bevor. Es ist die Zeit der Rückschau und Kontemplation. Gerade zum Jahreswechsel reflektieren viele Menschen, was ihnen das Jahr 2018 beschert hat – eine mannigfaltige Palette von spannenden, beflügelnden, lehrreichen und bewegenden Ereignissen und Erfahrungen.

Viele Menschen fragen sich auch, was ihnen die Kraft, den Elan und die Energie im Leben schenkt. Erstaunlicherweise hält die deutsche Sprache für diesen „magischen Antrieb“ kein Wort bereit. In Japan beschreiben die Menschen das, was ihnen Energie beschert, mit dem bezaubernden Wort „Ikigai“. Dieses setzt sich aus den Schriftzeichen für Leben (iki) und Halt (gai) zusammen. Ein Ikigai bezeichnet also das, was uns auch in schwierigen Situationen und Lebensumständen Halt gibt und vor allem unser Dasein mit Energie, Freude und Glück erfüllt, das, wofür wir jeden Morgen gerne aufstehen.
Ikigai ist ein zutiefst persönliches Empfinden und dementsprechend von Individuum zu Individuum so mannigfaltig und facettenreich wie die Menschen selbst. Ikigai kann die berufliche Tätigkeit sein, eine Freizeitaktivität oder ein ehrenamtliches Engagement. Ein Ikigai kann auch mit Herausforderungen einhergehen: so antworten z.B. übermüdete Eltern von Kleinkindern auf die Frage, wie es ihnen geht, oft mit glänzenden Augen: „Es ist gerade sehr anstrengend, aber meine Kinder sind mein Ikigai!“ Ein wundervolles, berührendes Beispiel für die Kraft des Ikigais ist die Geschichte des 78jährigen Japaners Haruo Obata, der kein besonders gutes Leben hatte. Als er mit 65 in Rente ging, hatte er dennoch den starken Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und hilft seitdem unermüdlich, insbesondere bei Naturkatastrophen. Um an die betroffenen Orte im Land zu reisen, wendet er seine Rente auf, lebt bescheiden und schläft sogar im Auto. Seit er seinem Ikigai folgt, war er kaum mehr krank. In den japanischen Medien wird er derzeit wie ein Nationalheld gefeiert.
Das eigene Ikigai erkennen – für mehr Lebensfreude, Stärke und Sinn
In der bekannten Ohsaki-Studie zeigten Forscher auf, dass Menschen, die ihr Ikigai kennen, gesünder und länger leben. Norbert Heining, Diplom-Psychologe und Experte für Positive Psychologie: „Ikigai wirkt sich nicht nur positiv auf die körperlichen Aspekte aus, sondern führt generell zu mehr Lebensfreude und Zufriedenheit. Gerade die Zeit des Jahreswechsels eignet sich wunderbar dazu, den Ikigai-Gedanken aufzugreifen und zu fragen: Was ist das, wofür ich gerne jeden Morgen aufstehe? Was schenkt mir Energie, Freude und Sinn in meinem Leben? Und wie kann ich im nächsten Jahr noch mehr davon bewusst leben?“
Auch an den Universitäten dieser Welt geht man seit zwei Jahrzehnten der uralten Frage nach, was unser Wohlbefinden nachhaltig steigert. In seinem neuen Buch „Glücksprinzipien“, das auf den Forschungsergebnissen der Wissenschaft der „Positiven Psychologie“ basiert, schlägt Glücksexperte Norbert Heining die Brücke von den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur konkreten Anwendung in unserem Leben. „Nahezu alle Menschen wünschen sich ein gutes Leben und dank der Wissenschaft wissen wir heute auch, was funktioniert und was jeder konkret tun kann“. Glück ist etwas sehr individuelles, deshalb zeigt der Autor nicht den einen richtigen Weg auf, sondern offeriert ein facettenreiches Buffet von mehr als 40 Haltungen und Wegen zu einem leichteren, glücklicheren und gelingenden Leben. Und gerade die Zeit des Jahreswechsels eignet sich ganz besonders, um den individuellen Kompass im Leben neu auszurichten.
Quelle: Pressemitteilung

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